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Weihnachtskonzert 2019

Termin:
Sonntag, 15. Dezember 2019 17.00 Uhr
Veranstalter:
Konzertchor Friedenau

„Gloria in excelsis Deo“ sangen die Engel auf dem Felde, nachdem sie den Hirten die Geburt Jesu verkündet hatten. Dieser festliche Lobgesang verbindet die beiden Werke von Vivaldi und Saint-Saëns thematisch miteinander.  In Gestaltung, Stil und Intention unterscheiden sie sich jedoch erheblich.

Vivaldis „Gloria“ stammt aus dem Spätbarock. Er schrieb es vermutlich für einen Gottesdienst zu Mariä Heimsuchung am 2. Juli 1713. Normalerweise ist das „Gloria“ eins der fünf feststehenden Messteile Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei. Vivaldi aber entschied sich, es als eigenständige Messe zu komponieren. Dazu teilte er den liturgischen Text in 12 Sätze und ordnete sie den einzelnen Messteilen zu. Jeden Satz vertonte er entsprechend der textlichen Intention und sprachlichen Besonderheiten. Häufige Kontraste durch Tonartenwechsel, schnelle und langsame Tempi, Variationen zwischen schwungvoller Lebhaftigkeit, erhabener Festlichkeit, hymnischen Steigerungen, klagendem Trauergesang und lyrischen Sequenzen voller Innerlichkeit sorgen für ein hohes Maß an Abwechslung und Spannung. So entstand eine vielfältige, sehr farbige musikalische Satzfolge, die eine Bandbreite an Affekten und Stimmungen beim Zuhören erzeugt.

 

Als Werk der Romantik ist das „Oratorio de Noël“ von Camille Saint-Saëns  durch eine lyrisch-kontemplative Grundstimmung geprägt. Saint-Saëns wusste, welche Klangfarben die Emotionen der Hörer berühren und setzte sie effektvoll ein.

Textvorlage war die Bibel. Ausgehend von der Botschaft der Engel an die Hirten wählte Saint-Saëns eine ungewöhnliche Fortsetzung. Er verknüpfte die neutestamentarische Weihnachtsgeschichte mit alttestamentarischen Zitaten aus Psalmen und phrophetischen Schriften. So schuf er eine Klammer zwischen beiden biblischen Überlieferungen und damit zugleich zwischen den beiden Religionen Christen- und Judentum, deren gemeinsames Fundament die hebräische Bibel ist.  

Das zehnsätzige Werk beginnt mit einem Vorspiel „im Stil Sebastian Bachs“ und erweist damit dem großen Meister seine Referenz. Dennoch war Bachs Weihnachtsoratorium nicht das Vorbild für seine Komposition. Richtungweisend für Saint-Saëns war eher die gefühlsbetonte Kompositionsweise der Musik des 19. Jahrhunderts. Vorherrschend ist ein warmes Klangbild. Der lyrische Grundton wird vielfach abgewandelt: Erzählendes Rezitativ während der Verkündigungsszene auf dem Felde, hymnisches Gloria der Engel, volkstümliche Melodien, leidenschaftliche Steigerungen, dramatische Sequenzen wechseln einander ab. Die besinnliche Grundstimmung bleibt jedoch bestehen.

 

Zeit und Ort des Konzerts:

Sonntag, den 15. Dezember 2019  um 17 Uhr

in der Paul - Gerhardt - Kirche - Schöneberg

Hauptstraße 47 / Dominicusstraße

 

Karten im Vorverkauf für 15,- €  (ab Mo, den 11. 11. bis Mi, den 11.12., 16.00)

  • persönlich im Nachbarschaftsheim Schöneberg, Holsteinische Str. 30, 12161 Berlin (Mo-Fr 8-16 Uhr)

  • per Mail unter service.konzertchor(at)t-online.de (Sie erhalten eine Bestätigungsmail mit dem weiteren Prozedere)

  • telefonisch bei Elsbach-Immobilien: 827 07 640

Karten an der Abendkasse für 16,- €

 

Maria Schinnen

 

Kontakt

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