Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Historie 1. Jahrzehnt

Die Anfänge: 1987 - 1997

„Töne falsch, ungelernte Stimmen – ist das Musik?“

(Rolf Ahrens)

Im November 1987 gründeten einige Frauen und ein Mann eine kleine Chorgruppe im Nachbarschaftsheim Schöneberg.  Wegen des Mangels an Männern entschloss man sich, den Chor als reinen Frauenchor weiterzuführen. Gesungen wurden Volkslieder,  zwei-, manchmal dreistimmig,  mehr gab die Besetzung nicht her. Freunde und Bekannte wurden hin und wieder zu Liederabenden eingeladen.

Sechs Jahre später verließ die Leiterin, Frau Liß, den Chor und Rolf Ahrens übernahm ihn als neuer Chorleiter.  Das war 1993.

Rolf Ahrens kam als Profi-Musiker und Sänger vom Rias Kammerchor, hatte bisher auf hohem, professionellem Niveau musiziert und keinerlei Erfahrung mit ungelernten Stimmen eines Laienchors.  In seinen Erinnerungen schrieb er: 

"Und nun die Friedenauerinnen: Hausfrauen, Lehrerinnen, Sozialarbeiterinnen – keine Notenkenntnisse. Ihre ersten Töne erklingen zaghaft, vorsichtig und dünn - sympathisch aber falsch! Keine "Gesangstechnik" – die hohen Töne gepresst, die tiefen dunkel und strohig. Wie soll das nur werden?"

(aus: Was ein Chorleiter alles lernen kann?)

Historie 1. Jahrzehnt

Vom Frauenchor zum gemischten Chor

Rolf Ahrens regte an, den Frauenchor in einen gemischten Chor zu verwandeln. Also schwärmten die Frauen aus und warben auf Stadtteilfesten mit „Lonely Hearts“- und mit „Frauen suchen Männer“ - Anzeigen“ für ihr Anliegen. Tatsächlich füllten sich langsam die Reihen. Das Repertoire wurde vielfältiger.

Historie 1. Jahrzehnt

Der erste Liederabend mit Rolf Ahrens

1995 fand der erste Liederabend mit dem gemischten Chor in der Seniorenfreizeitstätte in Friedenau statt. Dieses Konzert wurde von Rolf Ahrens aufgezeichnet und später kommentiert:

„Was hier zu Gehör kommt, ist vielleicht nicht ganz so perfekt, aber es lässt doch eines erkennen: lustvolles Musizieren, Offenheit für alles, was tönt, auch für feinere musikalische Empfindungen, für Kommunikation und für herzliche Begegnungen im weiten Reich der Töne. Wer beim Hören nicht in den musikalischen Unzulänglichkeiten stecken bleibt, der hört und fühlt, wie viel Herz und fröhliches unmittelbares Menschsein aus jedem Ton strömt…..“

In diesen Worten spürt man die Leidenschaft, mit der Rolf Ahrens seine Arbeit anging und wie sich sein Verständnis vom Musikmachen langsam wandelte. Er wollte keine Grenze mehr zwischen unvollkommener, laienhafter Musikausübung auf der einen und perfektionierter, professioneller Musikproduktion auf der anderen Seite ziehen. Musik war das, was mit Begeisterung, Herz und Lebendigkeit ausgeübt wird, das, was Menschen erreicht. Diese Überzeugung prägte seine gesamte Chorarbeit, machte Mut und führte zu dem Ausspruch:

"Ich bin nicht zufrieden, aber glücklich!"

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